Laut einer Umfrage zum Thema „Väter zwischen Karriere und Familie“ besteht bei 71 Prozent der befragten Väter ein Konflikt zwischen genau diesen Bereichen, welcher sich eindeutig zu Lasten der Familie und der eigenen Interessen auswirkt.
Dabei ist es bedeutsam, sich bewusst zu machen, was einem selbst wirklich wichtig ist – und glücklich macht. Sind es Erfolg und Anerkennung, Zeit für Hobbys und Familie, Geld? Wer für sich (schriftlich) festhält, wo die eigenen Prioritäten liegen und sich zudem vergegenwärtigt, in welchem Verhältnis dazu die Realität steht, hat einen Ansatzpunkt für konkrete Veränderungen. Und kann so einen besseren Ausgleich schaffen.
Eine anschauliche Möglichkeit zum Erfassen der Aktivitäten ist ein Wochenplan nach den Kategorien der Work Life Balance. Man trägt sämtliche Tätigkeiten in einen Plan ein, farblich unterteilt in die Bereiche Arbeit/Leistung, Familie/Kontakte, Körper/Gesundheit, Sinn/Kultur. Hiermit wird deutlich sichtbar, wo man in der Praxis seine Prioritäten setzt, wenn vielleicht auch ungewollt.
Was haltet ihr davon? Wie setzt ihr eure Prioritäten?
den Konflikt von 71% der Väter kann ich nur bestätigen
Ich habe vor knapp 2 Jahren meine Prioritäten komplett geändert.
Vorher hatte die Arbeit für mehr als 15 Jahre Vorrang.Da ich damals im Schichtdienst beschäftigt war und auch Sonn-sowie Feiertage arbeiten mußte,stand die Familie hinten an.
Dann habe ich mein Leben in fast allen Bereichen komplett verändert und meine nun neue Familie in den Fokus gestellt.Ich wechselte aus dem Schichtdienst in eine andere Position innerhalb der Einrichtung,trage nun mehr Verantwortung habe aber auch geregelte Arbeitszeiten und Wochenenden und Feiertage frei und die Arbeit macht mir mehr Freude.
Ich muß sagen,mir geht es viel besser und ich bekomme mehr von der Familie mit!Ich brauche die Anerkennung im Arbeitsbereich nicht mehr so dringend wie scheinbar früher,muß hier niemandem mehr etwas beweisen oder die "Unverzichtbarkeit auf mich" deutlich zu machen!
Damit geht es auch der Familie besser und alle sind zufriedener,auch wenn es finanziell,durch die fehlenden Schichtzuschläge, etwas schlechter aussieht.Aber das Lächeln eines Kindes beim gemeinsamen Spielen und die Zufriedenheit der Partnerin für eine gewisse Entlastung kann man nicht mit Geld aufwiegen!!!
Gruß
Karsten