Meine Situation ist die, dass ich eine Tochter (3) habe mit einer Frau, die bereits einen Sohn hat (3 jahre älter). Dessen Papa holt ihn zweimal die Woche zu sich und übernimmt durchaus seine Verantwortung.
In der Beziehung wurde das für mich dann kompliziert, da ich den Kleinen nicht als meinen Sohn ansehen konnte/wollte/sollte/musste, und dadurch Schwierigkeiten hatte ihn wiederum als Bruder meiner Tochter "zuzulassen". Das hing grundsätzlich mit den Einflüssen zusammen, denen er ausgesetzt ist, die ich wiederum nicht beeinflussen kann. Unter anderem durch diese Tatsache, dass ich in der Beziehung Exfreundin/ihr Sohn/(dessen Papa), eine sehr unklare Rolle spielte - und das vor meiner Tochter -, habe ich mich irgendwann zur Trennung entschlossen.
... das waren wenig beschreibende Worte für eine ziemlich komplexe Situation ...
Jedenfalls sind wir getrennt und ich hole meine Tochter zwei Mal die Woche von der Kita ab und nehme sie einen kompletten Tag am Wochenende. Die Mama ist mit beiden Kindern alleine. Mit dem Abholen oder Bringen frühstücken oder abendessen wir manchmal zusammen zu viert, oder zu dritt, wenn der Kleine bei seinem Papa ist, und es läuft wirklich ganz gut.
Was mich nur interessiert ist eine Art Blick in die Zukunft. Beide Kinder erleben ja das gleiche: Papa ist nicht immer da (aber regelmäßig und sowieso immer dann wenn er gebraucht wird). Sie werden als Geschwister groß und niemand unterscheidet daheim. Ich frage mich nur wie es für meine Tochter ist, die ja "zwei" Leben führt. Ich habe eine große Familie und meine Tochter hat zwei Cousins und zwei Cousinen und Tanten und Onkel, die sie oft sieht, ihr Bruder hat diese nicht. Vieles andere (Urlaub) können die Geschwister nicht teilen.
Das meine Tochter irgendwann weitere Geschwister bekommt, ist übrigens auch alles andere als ausgeschlossen...